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Highlights der in&out

Heute ging die Designmesser In&Out in Aarau zu Ende – Just zwei Stunden vor Schluss, konnte ich mich noch reinschleichen, um eine Nase voll frischer Druckerfarbe und gebeiztem Holz zu nehmen.



Beim Stand von Brigitte Hürzeler stach mir das weinrote Netz an einem der Rucksäcke sogleich ins Auge. Praktisch, dachte ich. Weiss ich an warmen Herbsttagen etwa nie wohin mit meiner Jacke, wenn der Rucksack bereits voll ist. Genau dafür sei das Netz auch gedacht, klärt mich die Designerin auf. Es ist aber nicht fest am Rucksack aus feinstem, leicht aufgerautem Rindsleder vernäht, sondern abnehmbar. Das Netz gibt es auch in kontrastierenderen Farben und aus elastischem Material. Ein echter Alleskönner!




Seit meiner Pfadfinderzeit bin ich ein grosser Fan von Packpapier. Damit kann man nämlich (fast) alles machen. Zum Beispiel ganz toll Geschenke einpacken. Das findet auch Bettina Wunderli. Dazu hat sie dann auch noch gleich die passenden Klebestreifen gestaltet, die man im Gegensatz zum normalen Klebeband natürlich nicht zu verbergen braucht. Unter dem Namen La boîte de couleurs verkauft sie neben wunderschönem Verpackungsmaterial zudem To-Do-Listen und Karten – alles handgezeichnet!



Ebenso toll wie neue Designer zu entdecken, ist es, bekannte Gesichter zu erhaschen. So etwa jenes von Michèle Fröhlich, einer ehemaligen Studienkollegin von mir und heute Chefredaktorin der Transhelvetica. Wie man bereits an den verschiedenen Covers sieht, ist das innovative Schweizer Reisemagazin nicht nur für Sonntagsausflügler und Wanderer die ideale Lektüre – es hat auch für Gaumen und Augen einiges zu bieten.



Irgendwann habe sie eingesehen, dass ihr Talent eher im Entwerfen liege und habe es sein gelassen, Blut und Schweiss hinter der Nähmaschine zu schwitzen, erklärt Designerin Karla schmunzelnd. Heute werden die schlichten Taschen und Portemonnaies ihres Labels K. Rosenberg in einer kleinen Manufaktur in Süddeutschland genäht. Das tolle an den naturbelassenen Stücken, wie etwas der hellen Bucketbag aus Deutschem Leder: Sie verändern über Jahre leicht ihre Farbe und tragen so die Geschichte ihrer Besitzerin in sich.



Nein, mir hat es nicht gleich abgelöscht, als ich den Rösselichöl sah. Als Holländerin habe ich diesen früh (vielleicht zwangsweise) als Leibspeise akzeptiert. So konnte er meinen Blick auch nicht vom Wesentlichen ablenken. Diesen wunderbaren filigranen Servierplatten und Schüsseln aus Keramik. Was mir an den Stücken von Irene Bernegger auch gefiel: Der Humor. Die Espressotässli sind nämlich mit kecken Sprüchen versehen (Wer's wundernimmt, findet ein Filmchen dazu auf meinem Insta-Account).