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Highlights an der Designgut

Wie versprochen machte ich mich am vergangenen Wochenende an der Designgut vor allem auf die Suche nach herausragenden jungen Labels. Davon gab es diesmal glücklicherweise mehr als genug! Überrascht wurde ich jedoch auch von den neusten Kollektionen von breites etwas etablierteren Brands.



Baba Baskets

Ich bin dem Kreativteam hinter den schönen Wohn- und Küchenaccessoires, Carina Fischer und Lukas Baumgartner, bereits an einem anderen Event begegnet. Um so mehr hat es mich gefreut, dass sie ihre wunderbaren Objekte auch in Winterthur zeigen konnten. Alle Körbchen, Untersetzer und Übertöpfe sind aus Bananenblättern geflochten – einem Abfallprodukt der Nahrungsmittelindustrie. Damit schliessen sie nicht nur den ökologischen Kreislauf, sie ermöglichen es den Frauen der Bananenfarmern auch, sich unter fairen Bedingungen einen kleinen Zusatzverdienst zu erarbeiten.


Erhältlich sind einige Stücke im Gewerbemuseum Winterthur und Online



NIIV

Ihr erratet nicht, was der Alte Ego dieses tollen Blousons ist: Ein Vorhang. Und so hat jedes Keypiece der Kleinkollektion seine eigene Geschichte. Hinter diesem Projekt stehen die Schwestern Nina und Irma Zutt. Während Nina sich nach geeigneten Materialien umsieht und diesen zur Verwandlung verhilft, fungiert Irma als "Fittingmodel" und steht ihrer Schwester auch beim Design mit Rat und Tat beiseite.


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Sennbag

Holz wird bereits für Handyhüllen, Brillen oder Uhren verwendet. Weshalb das vielseitige Material nicht auch bei Taschen einsetzen, dachte sich Adrian Laich. So begann er, an einem Rucksack zu tüfteln. Das Endprodukt besteht zu 100 Prozent aus natürlichen Materialien (Nussholz, Leder, Filz, Baumwolle und Messing), die grösstenteils aus Schweizer Herkunft stammen. Was vielleicht überraschen mag: Trotz des Vintage-Looks ist der Rucksack mit Laptop- und Smartphone-Fächern ausgestattet und sehr leicht.


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Thoose


Dank Spitze – so verspricht die Werbung – fühlen sich Frauen unwiderstehlich. Das kratzige Material führte bei mir bisher aber eher dazu, dass Spitzenwäsche für mich widerstehlich war. Das war eindeutig in der Prä-Thoose-Ära. Die Unterwäsche des jungen Labels sind inklusive der Spitzen aus Tencel (nachhaltige Zellulosefaser) – einer Faser die weicher nicht sein könnte. Die Idee dazu hatte Zippora Marti, bekannt geworden durch ihr Projekt One "1 Jahr – 1 Kleid", und ich danke ihr im Namen aller Frauen dafür.


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Paula


"Sorry, aber ich war einfach zu neugierig, wie schwer so ein Schälchen ist", entschuldigte ich mich bei Paula – Gründerin des gleichnamigen Labels – nachdem ich das Stück zurück an seinen Platz stellte. Das ginge vielen so, sagte die Keramikmacherin lachend. Das minimalistische Steingut-Geschirr, welches sie in Giesstechnik erarbeitet, ist leichter als die meisten meiner Porzellanteller zuhause. Zudem sind die geschliffenen Teller, Schalen, Krüge und Vasen echte Handschmeichler.


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SchöneGrüsse.ch

Alles begann mit einer Handvoll Karten. Heute reicht das Sortiment von Nina Binkert von Postern, Stempeln, Couverts, Frühstücksbrettchen, über Kinder-Tattoos und T-Shirts bis zur Familienagenda. Was ich aber besonders liebenswert und aussergewöhnlich finde: Das "Alle meine Freunde"-Buch! Der einzige Grund wofür ich mich nochmals in die Primarschule beamen würde ;)


Alle Stücke findet ihr auf dem Webshop – und folgt Schönegrüsse.ch umbedingt auf Instagram, wenn ihr über Neuigkeiten auf dem Laufenden gehalten werden wollt.


Kaio Swim

Eine gemeinsame Vision und die Leidenschaft für das erfrischende Nass brachte sie zusammen: Im März dieses Jahres gründeten Joanna und Chollada ihre Bademodemarke. Da ich selbst regelmässig in einen Pool springe, erregte ihre Kollektion natürlich gleich meine Aufmerksamkeit. Die farbenfrohen Stücke sind aber nicht nur etwas fürs Auge, durch das Futter (sieht man bei den Bikinis gut) gibt es an den Teilen keine drückenden Nähte und als i-Pünktchen darf erwähnt werden, dass die Badekleider und Bikinis aus regeneriertem Nylon stammen (ECONYL®).


Der Laden in Schaffhausen ist noch in Planung, alle Stücke gibts aber schon Online


Fin-Projects

Von Fin Projects bin ich seit den Anfängen grosser Fan. Der Weg zum eigenen Label war für Anna Vetsch, Janine Wirth und Nina Kunkel jedoch steinig, denn sie setzten sich ein ambitioniertes Ziel: Taschen und Accessoires aus Leder, welche nicht nur nachhaltig gegerbt werden – die Haut dafür sollte auch von Kühen stammen, die nach Bio-Richtlinien gehalten wurden. Heute kommen sie mit dem Produzieren beinahe nicht nach und doch erweitern sie ihre Kollektion fortlaufend. Der neuste Zuwachs: Eine Agenda mit auswechselbarem Innenleben, die zudem mit Notizbüchern ergänzt werden kann.


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