So funktioniert Crowd-Farming

Beim Bauern direkt Gemüse und Früchte zu bestellen, geht dank Abos und Heimlieferservice immer einfacher. Doch funktioniert das auch mit Produkten, die hier gar nicht angebaut werden?


Natürlich! Hier kommen Organisationen wie Crowd Container oder Crowd Farming ins Spiel. Diese verringern nicht nur unseren ökologischen Fussabdruck, sondern stärken auch die Landwirtschaft. Denn der Bauer muss so nicht viel Geld an einen Zwischenhändler abgeben oder undankbare Margenverträge mit einem Grosskonzern abschliessen.


Von Sizilien auf direktem Weg ins Zürcher Oberland: Meine erste Bestellung bei Crowd Container.



Crowd Container


Die Schweizer Plattform Crowd Container organisiert Sammelbestellungen für Lebensmittel, die direkt von internationalen Produzenten und Produzentinnen kommen. Dank ihnen holt man sich Bella Italia und die Früchte des Amazonas zu sich nach Hause. Von sizilianischen Herstellern kommt etwa Pasta, Hülsenfrüchten, Olivenöl und Wein. Kaffee gibt es aus Peru wie auch aus dem indischen Kerala – woher auch Gewürze, Nüsse und Kokosprodukte stammen. Die Produkte werden übrigens mit wenig Polsterungsmaterial in Dispoboxen zu dir nachhause geliefert.



Daneben kann man auch Eingemachtes aus der Schweiz direkt vom Hof bestellen. Saisonale Frischeprodukte können wiederum an drei Pickup-Stellen in Zürich, Bern und Basel abgeholt werden.


Zur Webseite von Crowd Container




Crowd Farming


Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert die mittlerweile sehr umfassende deutsche Plattform Crowd Farming. Über diese kann man direkt von Bauern und Herstellerinnen aus Deutschland, Spanien, Frankreich, Österreich und weiteren Ländern Ware beziehen. Schnell zeigt sich hier, dass Exotisches wie Bio-Mangos, Granatäpfel oder Kichererbsen längst auch bei uns in Europa produziert werden. Anders ist bei dieser Plattform jedoch, dass die Waren eher in grossen Mengen verkauft werden, da es keine Sammelbestellungen gibt.



Neben dem Direktkauf kannst du diverse Adoptionsprojekte unterstützen, bei denen du zum Beispiel die Teilkosten für den Unterhalt eines Senffeldes, eines Kakaobaumes oder eines Schafes übernimmst. Als Gegenwert erhältst du dann die Endprodukte der Bauern wie Käse, Honig, Öl oder Früchte. Zudem darf man bei vielen Anbietern den Betrieb besichtigen gehen.


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